Entspannung
Formen der Entspannung -
was sie bewirken und für wen eignet sich was?
Entspannungs-Massagen:
Besonders geeignet für stressgeplagte Menschen, denen es nicht möglich
ist schnell zur Ruhe zu kommen und Konzentration aufzubringen, die einige
Entspannungsmethoden voraussetzen. Hier können Sie einfach "tun lassen" -
ruhen Sie sich aus und genießen Sie!
Diese Massage dient der Entspannung, und so dem Abbau von Stress und wird daher
auch häufig als Anti-Stress-Massage oder Wellness-Massage - "weil
Berührung dem Menschen einfach guttut" - bezeichnet. Sie ist von ihrer
Funktion her nicht mit einer medizinischen Massage vergleichbar.
Energie-Massage:
Durch Auflegen bzw. Berührung oder leichtes Anheben mittels unserer
Hände (Plus-/Minuspol) fließt Energie. Das Fließen
körpereigener Energie wird angeregt, dieses wirkt wohltuend, harmonisierend
auf Körper, Geist und Seele während Sie sich eine Auszeit in Ruhe
gönnen.
Meditative Entspannung durch Fantasiereisen:
(Körper- und Bildereisen - nicht nur für Verträumte)
Das Wort Meditation kommt aus dem Lateinischen und bedeutet "Besinnung" oder
"besinnliche Betrachtung". Die Fantasiereise führt Sie hinaus aus dem Alltag
und hinein in eine erlebte oder erdachte Geschichte, die vor dem inneren Auge
abläuft. Wer Entspannung sucht, versetzt sich einfach in eine angenehme
Umgebung, eine Situation, die gut tut und in der man sich wohlfühlt. Eine
meditative Entspannungsreise wird mit ruhiger Stimme angeleitet und führt
Sie durch Bilder, die vor ihrem inneren Auge auftauchen. Sie verbessern Ihre
Vorstellungskraft, steigern ihre Konzentration und unterbrechen den hektischen
Alltag und sorgen für Entspannung, Zufriedenheit und Ruhe.
Progressive Muskelentspannung
(nach Jacobson,
PME oder PMR genannt)
In den 20er Jahren entwickelte der schwedische Arzt Edmund Jacobson die PME als
Entspannungsverfahren vorwiegend zur Therapie von Schlafstörungen, die
Jacobson auf so genannte "Restspannungen der Skelettmuskulatur"
zurückführte.
Erst in den 50er Jahren verbreitete sich diese Methode in Europa. Die Ansicht
Jacobsons, dass neuromuskuläre Vorgänge notwendige Bestandteile des
Denkens und Fühlens, weshalb ihre Veränderung auch eine
Veränderung emotionaler und kognitiver Prozesse bewirken musste. Die PME
kann für den ganzen Körper angewendet und auch an Alltagsbedingungen
(beim Gehen, Stehen, Sitzen, im Gespräch, in Verkehrsmitteln) angepasst oder
als partielle Entspannung zur Stressbewältigung eingesetzt werden. Bei
ausreichender und regelmäßiger Übung wird ein Gesamtzustand der
Entspannung herbeigeführt. Für jeden, der "nicht mit dem Kopf"
entspannen, sondern körperliche Entspannung "richtig spüren"
möchte.
Kurzentspannung (nach Benson):
Diese Methode ist eine Form der Autosuggestion (und ähnelt dem Autogenen
Training) und ist gekennzeichnet von zwei wichtigen Komponenten: Dem mentalen
Fokus und der passiven Haltung gegenüber ablenkenden Gedanken. Auch wenn Sie
nur einen kleines zeitliches Ruhefenster (wirklich Ruhe!) von 10 Minuten in ihrem
Alltag haben, können Sie die Kurzentspannung ein bis zwei Mal täglich
genießen. Wer Autogenes Training mag, hat hier die schnell anwendbare
Fassung.
Atementspannung:
Unsere Atmung die *einzige vegetative Funktion, die wir
willentlich erreichen können! Schon bei einem tiefen Atemzug werden ca. 60%
der Stresshormone (z.B. Adrenalin) neutralisiert! Eine vielseitig anwendbare
Methode - weiteres siehe unter Atementspannung.
*Die Regulation der Atmung ist ein zentral gesteuerter Mechanismus, der durch
rückgekoppelte Atemreize immer an die Bedürfnisse unseres Organismus
angepasst wird. Zentral gesteuert (durch unser vegetatives NS) bedeutet, dass wir
nicht ans Ein- und Ausatmen "denken müssen", es geschieht automatisch, ob
wir wach sind oder schlafen. Unser vegetatives NS ist nicht willentlich
steuerbar. Es reguliert unseren Herzschlag, beschleunigt ihn bei Aufregung oder
Angst (Stressoren), es beeinflusst unsere Atmung (sie wird oberflächlicher
und schneller) ob wir wollen oder nicht - jedoch ist die Atmung die einzige
vegetative Funktion die wir willentlich erreichen können.