Tipps plus Übungen
Aus der Kinesiologie
Die liegende Acht - für Konzentration und klares Denken
Unser Großhirn besteht aus zwei Hirnhälften. Beide Großhirnhemisphären sind durch einen "Balken" (Corpus callosum, ein Strang aus ca. 300 Mio. Nervenfasern) miteinander verbunden.
Vereinfacht dargestellt, ist die linke Gehirnhälfte logisch orientiert, d.h. verantwortlich für analytisches Denken, insbesondere für Sprache und Logik. Die rechte Gehirnhälfte ist kreativ orientiert und wird benutzt, um Informationen als Ganzes und gleichzeitig verarbeiten zu können (Gesamtüberblick) - hier ist u.a. die Kreativität und das Gefühl beheimatet. Wenn beide Hirnhälften gut miteinander kommunizieren, leisten sie uns besondere Dienste. Übrigens steuern linke und rechte Hirnhälfte die Funktionen der jeweils gegenüberliegenden Körperhälfte.
Die "liegende Acht" ist eine Übung die der Aktivierung bzw. der Zusammenarbeit beider Hirnhälften beiträgt. Sie schafft Konzentration, klares Denken und Zentrierung.
Die Übung:Stellen oder setzen Sie sich bequem hin. Falten Sie Ihre Hände so, dass die Daumen nebeneinander liegen. Beginnen Sie mit den Händen die Form einer liegenden Acht in die Luft zu malen – beginnen Sie in der Mitte (Schnittpunkt, an dem sich die Linien kreuzen) und immer nach oben. Halten Sie dabei den Kopf gerade und folgen den Daumen nur mit den Augen - genau diese Augenbewegung fördert die Integration. Variieren Sie die Größe oder wechseln Sie die Richtung, dies spricht unterschiedliche Zentren des Gehirns an und aktiviert sie. Enden Sie bitte immer nach oben!

Diese Übung führen Sie am
besten regelmäßig aus: Auf einem Blatt Papier, oder vielleicht haben
Sie eine große Maltafel, und noch besser: mit Straßenkreide im Hof
malen lassen! Großen Spaß bereitet es außerdem, wenn
verschieden farbige Buntstifte (oder Malkreide) verwendet werden. Sollte es
Startschwierigkeiten mit Beginn und Ende geben, malen Sie eine liegende Acht mit
einem Richtungspfeil vor: Start immer von der Mitte immer nach oben, ebenso nach
oben enden!
In der angewandten Kinesiologie wird diese Übung zur Emotionalen Stressreduktion (ESR) verwendet. Ihre Handstellung entspricht dabei der sog. "Willkommenshaltung" bei der Geburt, die ihrem Kind (und auch jedem anderen Menschen) das Gefühl von Halt, Sicherheit und Geborgenheit vermittelt. Besonders gut eignet sie sich als Soforthilfe nach seelischen oder auch körperlichen Verwundungen.
Anleitung:
Nehmen Sie sich etwa 10 Minuten Zeit, die Atmosphäre sollte entspannt sein. Ihr Kind liegt auf dem Rücken, Sie sitzen bequem an seinem Kopfende. Schieben Sie ihre Handinnenflächen unter den Kopf des Kindes und berühren dabei sanft den Übergang zwischen Hinterhauptsbein und Nacken, ihre Fingerkuppen liegen links u. rechts in den zu spürenden kleinen Einbuchungen. Halten Sie den Kopf mindestens 5 Minuten in einer für Sie bequemen Haltung (Stütze!). Vielleicht führen Sie ein kleines Zwiegespräch, vielleicht beginnt auch ihr Kind von sich aus etwas zu erzählen. Diese Übung hat eine stark beruhigende Wirkung; nach einiger Zeit werden Sie an der Körperhaltung ihres Kindes bemerken, wie es sich entspannt.
Diese Übung kann eine sehr tiefe Erfahrung zwischen Eltern und Kind sein und
ist auch als Einschlafritual oder bei Einschlafstörungen geeignet.
Überkreuzbewegungen nach vorne - heben Blockaden in der
Rechts-Links-Dimension auf (Sehen, Hören, Denken, verbessertes
Körpergefühl)
Der "Schwerkraftgleiter" - löst Oben-Unten-Blockaden (Fuhlen + Denken
verbinden; körperliche und seelische Balance)
Der "Schuhplattler" Überkreuzbewegungen nach hinten - löst
Vorne-Hinten-Blockaden (schafft Gleichgewicht zwischen Konzentration und
Entspannung)